18. August 2018

Was ist mein emotionaler Stil?

Was ist mein emotionaler Stil?

Um Ihren emotionalen Stil zu ermitteln, erhalten Sie auf den folgenden Seiten einige Aussagen darüber, wie Sie Emotionen empfinden. Dies ist kein wissenschaftlich standardisierter Test oder diagnostisches Instrument. Es geht darum, Sie zum Nachdenken über Ihren eigenen emotionalen Stil anzuregen und aufzuzeigen, woran es sich für Sie lohnen könnte zu arbeiten.

Am Ende des Tests erhalten Sie auf der Grundlage Ihrer Antworten eine Rückmeldung mit Tipps, was Sie selbst bei der weiteren Bearbeitung Ihrer Themen tun können.

Emotionen zeigen sich uns als körperliche Signale. Es ist jedoch von Mensch zu Mensch verschieden, wie aufmerksam wir auf diese achten und wie leicht oder schwierig es ist diese zu verstehen. Die Fähigkeit auf die Signale des Körpers zu hören ist besonders wichtig, wenn Sie viele schmerzhafte Emotionen haben, unter denen Sie leiden, die Sie zu verstehen versuchen oder mit denen Sie anders umgehen möchten.

Betrachten Sie die folgenden Aussagen und markieren Sie auf der Linie, wo Sie sich selbst sehen.

Ich fühle mit meinem Körper
 
 
Ich fühle mit meinem Kopf
 
Ich spüre sehr viel in meinem Körper, wenn ich etwas fühle
 
 
Ich fühle fast nichts in meinem Körper
 
Ich erlebe meine körperlichen Signale als bedeutsam
 
 
Ich empfinde meine Körpersignale als störend
 
Ich kann ziemlich detailliert beschreiben, wie ich mich in meinem Körper fühle
 
 
Es fällt mir schwer zu beschreiben, wie ich mich in meinem Körper fühle
 

Es gibt verschiedene Möglichkeiten mit Emotionen umzugehen, wenn man eine schwierige Zeit durchlebt. Einige ärgern sich über ihre Gefühle und wollen, dass sie schnell verschwinden, andere heißen ihre Gefühle willkommen und versuchen, sie zu verstehen. Andere wiederum scheinen vollkommen in ihren Gefühlen aufzugehen und sich einzig und ausschließlich auf sie zu verlassen. Es gibt auch Unterschiede darin, ob wir unsere Gefühle als etwas Eigenes oder Fremdgemachtes erleben. Die einen erleben es als ob andere bei ihnen "schlechte Gefühle" verursachen ("Er hat mich so wütend gemacht!"), während andere sich ihrer eigenen emotionalen Reaktionen auf andere Menschen bewusst sind ("Ich wurde so wütend, als er das tat!"). Der eigene Umgang mit den Gefühlen ist demzufolge eher davon gekennzeichnet, dass eigene Verantwortung erkannt und übernommen oder vermehrt auf andere übertragen wird.

Betrachten Sie die folgenden Aussagen und markieren Sie auf der Linie, wo sie sich selbst sehen.

Meine Gefühle haben für mich eine große Bedeutung
 
 
Meine Gefühle haben für mich keinerlei Bedeutung
 
Ich bin aufmerksam und neugierig hinsichtlich meiner Gefühle
 
 
Ich banalisiere oder bagatellisiere meine Gefühle
 
Ich akzeptiere meine Gefühle und erlaube ihnen, da zu sein
 
 
Ich schreie und werde wütend auf meine Gefühle
 
Ich versuche zu verstehen, was meine Gefühle mir sagen
 
 
Ich will, dass meine Gefühle verschwinden
 
Wenn andere mir etwas Unrechtes tun und ich mich schlecht fühle, bin ich mir bewusst, dass es MEINE Reaktion auf etwas ist, das
 
 
Ich habe oft das Gefühl, dass andere schlechte Gefühle in mir hervorrufen und dass die anderen sich ändern müssen
 
Ich sage: "Ich werde wütend, wenn du das tust!"
 
 
Ich sage: "Du machst mich wütend!"
 
Ich achte auf meine Gefühle, wenn ich schwere Entscheidungen treffe
 
 
Ich treffe nur Entscheidungen, die auf Logik und Vernunft beruhen
 

Die Menschen unterscheiden sich darin, welche Worte und Sätze sie verwenden, um ihre Gefühle auszudrücken. Sie können von vagen, unpersönlichen und allgemeinen Ausdrücken ("Man könnte meinen, es sei etwas seltsam, wenn sich jemand so verhält") bis hin zu spezifischen und persönlichen Aussagen ("Ich bin wütend auf ihn, weil er so mit mir gesprochen hat!") reichen. Es gibt auch Unterschiede darin, ob Menschen mit oder über Emotionen sprechen, d.h. ob tatsächlich Emotionen in ihrer Stimme zu hören sind (z.B. wütende Stimme) oder ob sie es vorziehen, mit einer neutralen Stimme zu sprechen.

Berücksichtigen Sie die folgenden Aussagen und markieren Sie die Stelle, wo Sie sich selbst sehen.

Ich finde leicht die richtigen Worte, um zu beschreiben was ich fühle
 
 
Es fällt mir schwer, Worte zu finden, um zu beschreiben, was ich fühle.
 
Ich sage: "Ich werde wütend, wenn...!" (Sprechen auf persönliche Art und Weise)
 
 
Ich sage: "Man wird wütend, wenn...! (Sprechen in verallgemeinernder Form)
 
Ich benutze konkrete Worte, um zu beschreiben was ich fühle
 
 
Ich neige dazu, verallgemeinernde und vage Worte zu verwenden, um zu beschreiben was ich fühle
 
Wenn ich über etwas berichte, konzentriere ich mich hauptsächlich auf meine Erfahrungen und Reaktionen
 
 
Wenn ich über etwas berichte, konzentriere ich mich meist auf das, was passiert ist
 
Ich spreche emotional (zeige Emotionen)
 
 
Ich spreche über Emotionen (zeige keine Emotionen)
 

Menschen unterscheiden sich auch darin, wie sie ihre Gefühle gegenüber anderen ausdrücken. Denken Sie daran: Es gibt hier kein richtig oder falsch, wir wollen Ihnen nur helfen, über Ihren emotionalen Stil nachzudenken.

Betrachten Sie die folgenden Aussagen und markieren Sie die Stelle, wo Sie sich selbst sehen.

Ich spreche gerne mit anderen darüber, was ich fühle
 
 
Ich behalte lieber für mich, was ich fühle
 
Ich lasse andere sehen, wenn mich etwas verletzt
 
 
Ich verstecke oder verberge es, wenn ich verletzt bin
 
Ich weine vor anderen
 
 
[Ich weine nur dann, wenn ich alleine bin
 
Ich spreche mit anderen darüber, wenn es mir schlecht geht
 
 
Wenn ich mich schlecht fühle, gehe ich allein damit um
 

Ihren Antworten nach kann es für Sie eine Herausforderung sein, auf die körperlichen Signale von Emotionen zu achten und ihnen einen Sinn zu geben. Das ist nicht gefährlich und bedeutet nicht, dass Sie etwas falsch gemacht haben. Viele Menschen sind recht gut darin, Emotionen zu verstehen, auch ohne auf den Körper zu hören, es geschieht einfach automatisch. Wenn Sie jedoch das Gefühl haben, dass Sie oft nicht verstehen, was Sie fühlen oder sich überfordert fühlen, kann es hilfreich sein, mehr auf Ihren Körper zu hören.

Hier sind einige Tipps, was Sie tun können. Wenn Sie eine emotionale Reaktion spüren oder bemerken, dass Ihr Körper auf etwas reagiert, stellen Sie sich folgende Fragen:

  • Wo im Körper spüre ich das gerade? Seien Sie so konkret wie möglich und versuchen Sie einen wohlwollenden und offenen Kontakt zu den Empfindungen aufzunehmen, indem Sie z.B. Ihre Hand dorthin legen, wo Sie Körperempfindungen wahrnehmen können.
  • Versuchen Sie, in Worte zu fassen, wie es sich körperlich anfühlt. Beschreiben Sie es so genau wie möglich, so detailliert, dass es sich auch eine andere Person vorstellen könnte.
  • Suchen Sie weiter nach den richtigen Worten, bis Sie das Gefühl haben, dass es zu dem passt, was Sie fühlen.
  • Versuchen Sie den folgenden Satz zu vervollständigen: "Wenn es sich so in meinem Körper anfühlt, dann fühle ich mich ... (traurig/ärgerlich/ängstlich etc.)".

Sie können auch von der Übung "Was fühle ich?" profitieren oder sich die Übungsbibliothek ansehen.

Ihren Antworten nach sind Sie recht gut darin, die körperlichen Empfindungen von Emotionen wahrzunehmen und diese für sich zu nutzen. Allerdings scheint es Ihnen in manchen Situationen schwer zu fallen, Ihre Gefühle einzuordnen und zu verstehen. Hier und auch beim Erleben von überwältigenden Gefühlen kann es für Sie hilfreich sein, sich darin zu üben, mehr auf die Signale des Körpers zu achten. Denken Sie daran, dass Gefühle in Form von körperlichen Empfindungen (Emotionen) erlebbar werden oder mit diesen einhergehen. Lenken Sie in diesen Situationen die Aufmerksamkeit gezielt in den eigenen Körper ,um mehr zu verstehen, was hier vor sich geht.

Hier sind einige Tipps wie Sie üben können. Wenn Sie eine emotionale Reaktion spüren oder bemerken, dass Ihr Körper auf etwas reagiert, stellen Sie sich folgende Fragen:

  • Wo im Körper spüre ich das gerade? Seien Sie so konkret wie möglich und versuchen Sie einen wohlwollenden und offenen Kontakt zu den Empfindungen aufzunehmen ,indem Sie z.B. Ihre Hand dorthin legen, wo Sie Körperempfindungen wahrnehmen können.
  • Versuchen Sie in Worte zu fassen, wie es sich körperlich anfühlt. Beschreiben Sie es so genau wie möglich, so detailliert, dass es sich auch eine andere Person hätte vorstellen können.
  • Suchen Sie weiter nach den richtigen Worten, bis Sie das Gefühl haben, dass es zu dem passt was Sie fühlen.
  • Versuchen Sie den folgenden Satz zu vervollständigen: "Wenn ich mich so in meinem Körper fühle, fühle ich mich... (traurig/ärgerlich/ängstlich etc.)".

Sie können auch von der Übung "Was fühle ich?" profitieren oder sich die Übungsbibliothek ansehen.

 

Ihren Antworten nach können Sie gut auf die Signale des Körpers hören, wenn Sie etwas fühlen. Gerade wenn Sie sich in schwierigen Situationen mit starken Emotionen befinden, ist dies eine großartige Fähigkeit. Es befähigt Sie, Ihre Aufmerksamkeit auf das zu richten, was in Ihnen vorgeht. Sie können so für sich die Frage beantworten: "Was brauche ich, wenn ich mich so fühle?" Oder vielleicht geschieht es automatisch und Sie wissen es einfach. Wenn Sie Ihre Gefühle einmal nicht verstehen sollten, könnten Sie davon profitieren, Ihre Aufmerksamkeit gezielt in den eigenen Körper zu lenken und wahrzunehmen, was Sie fühlen. Versuchen Sie die folgenden Sätze zu vervollständigen:

  • "Jetzt fühle ich mich ..."
  • "Wenn ich mich so fühle, brauche ich ..."

Wenn Sie mehr erkunden oder noch bewusster werden wollen, versuchen Sie die Übung "Was fühle ich?" in der Übungsbibliothek.

Vielleicht erleben Sie auch sehr starke Emotionen in Ihrem Körper, ohne sich jedoch einen Sinn daraus machen zu können. Das kann sehr belastend sein, wie zum Beispiel bei auftretender starker Angst oder Panik ohne jeglichen Ansatzpunkt. Wenn Sie damit zu kämpfen haben, kann die Übung in der Übungsbibliothek "Ich gerate in Panik, aber weiß nicht warum" Ihnen helfen, die Körpersignale besser zu verstehen. Eine zusätzliche Anleitung zur Selbstberuhigung finden Sie in der Übungsbibliothek unter "Überwältigende Emotionen beruhigen".

Ihren Antworten nach sind Sie ziemlich gut darin, auf Ihre Gefühle einzugehen und sie zu verstehen. Das ist aus mehreren Gründen eine ausgesprochen wichtige Fähigkeit:

  • Ihre Emotionen sagen Ihnen etwas über die Erfüllung Ihrer emotionalen Bedürfnisse und was Sie brauchen, wenn diese unerfüllt sind. Z. B. Trost, wenn Sie traurig sind, das Erleben von Sicherheit, wenn Sie Angst empfinden, die Wahrung oder das Setzen von Grenzen, wenn Sie wütend sind, das Gefühl von Annahme, wenn Sie sich ausgeschlossen oder unzureichend fühlen.
  • Um Ihre emotionalen Bedürfnisse zu verstehen, müssen Sie Ihre Gefühle zulassen und annehmen, auch wenn es schmerzhaft ist.
  • Wenn Sie Ihre Gefühle ablehnen oder sie als irrational und störend betrachten, kann die Erfüllung der zugrundeliegenden emotionalen Bedürfnisse gefährdet sein. So können die eigentlichen Bedürfnisse hinter den Gefühlen vielleicht nicht richtig erkannt oder verstanden werden und Sie können sich nicht neu daran ausrichten.
  • Mit anderen Worten, emotionale Kompetenz bedeutet, dass Sie Ihre Aufmerksamkeit gezielt auf Ihre Gefühle lenken können, diese zulassen und mit Ihnen umgehen können.
  • Das bedeutet nicht, dass Sie all Ihre Gefühle ausagieren müssen. Sie können sich auch dafür entscheiden, es nicht zu tun. Aber die Entscheidung ist sehr viel einfacher, wenn Sie tatsächlich wissen, was Sie fühlen.

Ihren Antworten nach ist es für Sie eine ziemliche Herausforderung, Ihre Emotionen wahrzunehmen und zuzulassen, um sie zu verstehen. Vielleicht neigen Sie dazu, Ihre Gefühle abzuwehren, sie verschwinden zu lassen, zu ignorieren oder herunterzuspielen. Dies kann einige Probleme verursachen, denn:

  • Ihre Emotionen sagen Ihnen etwas über die Erfüllung Ihrer emotionalen Bedürfnisse und was Sie brauchen, wenn diese unerfüllt sind. Z. B. Trost, wenn Sie traurig sind, das Erleben von Sicherheit, wenn Sie Angst empfinden, die Wahrung oder das Setzen von Grenzen, wenn Sie wütend sind, das Gefühl von Annahme, wenn Sie sich ausgeschlossen oder unzureichend fühlen.
  • Um Ihre emotionalen Bedürfnisse zu verstehen, müssen Sie Ihre Gefühle zulassen und annehmen, auch wenn es schmerzhaft ist.
  • Wenn Sie Ihre Gefühle ablehnen oder sie als irrational und störend betrachten, kann die Erfüllung der zugrundeliegenden emotionalen Bedürfnisse gefährdet sein. So können die eigentlichen Bedürfnisse hinter den Gefühlen vielleicht nicht richtig erkannt oder verstanden werden und Sie können sich nicht neu daran ausrichten.
  • Mit anderen Worten, emotionale Kompetenz bedeutet, dass Sie Ihre Aufmerksamkeit gezielt auf Ihre Gefühle lenken können, diese zulassen und mit Ihnen umgehen können.
  • Das bedeutet nicht, dass Sie all Ihre Gefühle ausagieren müssen. Sie können sich auch dafür entscheiden, es nicht zu tun. Aber die Entscheidung ist sehr viel einfacher, wenn Sie tatsächlich wissen was Sie fühlen.

Es kann für Sie von Vorteil sein, sich Folgendem zuzuwenden:

  • Wenn Sie schmerzhafte Emotionen empfinden, versuchen Sie ganz gezielt, diese für einen Moment zuzulassen. Das kann bedeuten sich selbst zu sagen: "Es fühlt sich gerade sehr unangenehm an und ich lasse diese Empfindungen zu. Ich erlaube mir damit mehr zu verstehen und herauszufinden, was es bedeutet und brauche dafür nun etwas Zeit.“
  • Führen Sie die Übung "Was fühle ich?" in der Übungsbibliothek durch.
  • In emotional schwierigen Situationen Mitgefühl für sich selbst empfinden zu können, kann entlastend sein. Schauen Sie sich z.B. die Übung "Selbstberuhigung" in der Übungsbibliothek an.
  • Ein besseres Verständnis, warum sich bestimmte Gefühle für Sie als unaushaltbar / nicht annehmbar anfühlen, kann wesentlich zu einem veränderten Umgang mit emotional belastenden Situationen beitragen. Es kann z.B. einen prägenden Einfluss hinterlassen haben, wie mit Gefühlen in Ihrer Herkunftsfamilie umgegangen wurde oder wie wichtige Bezugspersonen Bezug auf Sie genommen haben, wenn es Ihnen nicht gut ging. Auch zurückliegende unangenehme Erfahrungen, in denen Sie sich unverstanden, kritisiert oder verspottet gefühlt haben, wenn es Ihnen schlecht ging, können Spuren hinterlassen haben. Wenn Sie hier mehr über sich erfahren möchten, dann finden Sie hierfür die Übung "Emotional belastende Erinnerungen erkunden" in der Übungsbibliothek.

Sie neigen eventuell dazu, Ihre Gefühle als von außen verursacht wahrzunehmen. Das bedeutet, dass Sie es manchmal so erleben, dass Ihre Gefühle durch das, was andere Personen sagen oder tun, auf Sie übertragen werden. Es fühlt sich dann z.B. für Sie so an, dass diese Personen Sie verletzen und nicht so, dass Sie auf etwas, was gesagt oder getan wurde, mit schmerzhaften Gefühlen reagieren. Dies kann Probleme verursachen, z.B. wenn Sie der starken Überzeugung sind, dass sich nur die Außenwelt verändern müsste, damit es Ihnen wieder besser gehen kann. Im schlimmsten Fall riskieren Sie in Selbstmitleid und Hoffnungslosigkeit zu versinken und sich wie ein Opfer Ihrer eigenen Emotionen zu fühlen.

Denken Sie daran, dass Ihre Gefühle genau das sind - Ihre Gefühle. Wenn Sie sich schlecht fühlen, liegt es daran, dass es um Ihre emotionalen Bedürfnisse geht und das, was Sie hier gerade besonders brauchen. Natürlich werden Ihre Gefühle von dem beeinflusst, was andere in bestimmten Situationen (nicht) tun und (nicht) sagen. Die Übernahme von Eigenverantwortung und die persönliche Auseinandersetzung mit Ihren Gefühlen, die durch vorherige Erfahrungen geprägt sind, ermöglicht Veränderung, die unabhängig ist von der Außenwelt. An der Erfüllung der emotionalen Bedürfnissen kann immer gearbeitet werden - auch ohne dass sich andere ändern müssen. Wenn Sie mehr darüber lesen möchten, können Sie die Seite über Selbstmitgefühl besuchen.

Wenn Sie wichtige Entscheidungen treffen, scheinen Sie auch sehr auf die damit für SIe in Zusammenhang stehenden eigenen Emotionen zu achten. Somit treffen Sie wahrscheinlich eher Entscheidungen, mit denen Sie zufrieden sind und die Ihnen (zum Zeitpunkt der Entscheidung) gut tun.

Vielleicht neigen Sie dazu, bei Ihren Entscheidungen nicht auf Ihre Gefühle zu achten. Das kann bedeuten, dass Sie Entscheidungen in Ihrem Leben treffen, ungeachtet Ihrer eigenen emotionalen Bedürfnisse, sei es im Arbeitsumfeld oder in Beziehungskontexten. Ein eigenes Bewusstsein dafür zu haben kann hier jedoch einen wesentlichen Unterschied ausmachen. Verantwortung für Entscheidungen zu übernehmen, kann auch bedeuten, sehr genau zu wissen, was Sie eigentlich für Ihr Wohlbefinden bräuchten und sich trotzdem für etwas anderes zu entscheiden. Seien Sie sich hier jedoch der Bedeutung und den ggf. nachfolgenden Konsequenzen bewusst.

Andererseits kann dies bedeuten, dass Sie Entscheidungen treffen, die Ihnen nicht gut tun. Wenn Sie sich mit der Entscheidungsfindung schwer tun oder oft Dinge wählen, die Ihnen nicht gut tun, könnten Sie davon profitieren, wenn Sie hier mehr auf Ihre Emotionen achten. Dazu gehört, dass Sie Ihre Gefühlen wahrnehmen, sie zulassen und mit ihnen im Kontakt bleiben. Sie können so herausfinden, was Sie davon abhält das zu tun, was Ihnen mehr entspricht oder worauf Sie Lust haben. Wenn Sie mehr erfahren möchten, dann können Sie die Übung "Ich halte mich selbst davon ab bestimmte Emotionen zu spüren" oder "Emotional belastende Erinnerungen erkunden" in der Übungsbibliothek durchführen.

Ihren Antworten nach finden Sie es schwierig, Worte für Ihre Gefühle zu finden (z.B. auszudrücken, was Sie fühlen und wie es für Sie ist). Die eigenen Gefühle und damit sich selbst zu verstehen ist nicht leicht ,und auch anderen Menschen könnte es schwerer fallen, Sie richtig zu verstehen um auf Ihre emotionalen Bedürfnisse angemessen eingehen zu können. Es könnte hilfreich für Sie sein, wenn Sie vermehrt auf Ihre körperlichen Empfindungen achten und versuchen, diese in für Sie passenden Worten zu beschreiben. Einige hilfreiche Tipps könnten das sein:

  • Wie fühlt sich das gerade für Sie an?
  • Vervollständigen Sie den Satz: "Ich fühle mich ... (z.B. wütend, traurig, unverstanden)".
  • Versuchen Sie Bilder oder Metaphern zu verwenden: "Es fühlt sich an, als ob ich ausgeschlossen werde" oder "Es fühlt sich an, als ob er es auf mich abgesehen hat".
  • Versuchen Sie zu beschreiben, was Sie brauchen. Versuchen Sie zwischen dem zu unterscheiden, was Sie emotional und auf Handlungsebene, also rein praktisch brauchen. Es ist häufig die Erfüllung eines emotionalen Bedürfnises, was wir suchen, wie z.B. das Erleben von Sicherheit, Unterstützung, Trost, Annahme oder auch die Wahrung eigener Grenzen.
  • Vervollständigen Sie den Satz: "Wenn ich mich so fühle, brauche ich..."

Ihren Antworten nach sind Sie recht gut darin, die richtigen Worte für Ihre Gefühle zu finden. Wenn Sie noch üben wollen, könnten einige Fragen und Tipps sein:

  • Wie fühlt sich das gerade für Sie an?
  • Vervollständigen Sie den Satz: "Ich fühle mich ... (z.B. wütend, traurig, unverstanden)".
  • Versuchen Sie Bilder oder Metaphern zu verwenden: "Es fühlt sich an, als ob ich ausgeschlossen werde" oder "Es fühlt sich an, als ob er es auf mich abgesehen hat".
  • Versuchen Sie zu beschreiben, was Sie brauchen. Versuchen Sie zwischen dem zu unterscheiden, was Sie emotional und auf Handlungsebene, also rein praktisch brauchen. Es ist häufig die Erfüllung eines emotionalen Bedürfnises, was wir suchen, wie z.B. das Erleben von Sicherheit, Unterstützung, Trost, Annahme oder auch die Wahrung eigener Grenzen.
  • Vervollständigen Sie den Satz: "Wenn ich mich so fühle, brauche ich..."
  • Ist das ein vertrautes Gefühl? Haben Sie sich schon einmal so gefühlt?

Ihren Antworten nach neigen Sie vielleicht dazu ,etwas vager, unpersönlicher oder verallgemeinert über Ihre Gefühle sprechen. Dies kann es Ihnen selbst als auch anderen erschweren, die Bedeutung Ihrer Gefühle richtig zu verstehen. Wenn Sie üben möchten persönlicher über sich selbst sprechen zu können, dann können diese Tipps helfen:

  • Verwenden Sie Personalpronomen in der 1. Person ("Ich werde traurig" / „Mir geht es ...“) wenn Sie über sich selbst sprechen statt allgemeinen Aussagen ("man langweilt sich").
  • Verwenden Sie möglichst konkrete Worte, um emotionale Erfahrungen zu beschreiben statt vage Beschreibungen. ("Ich fühle mich unsicher" anstelle von "es fühlt sich komisch an")
  • Versuchen Sie Ihre Emotionen klar zu benennen und nicht herunterzuspielen (wenn Sie wütend sind, sagen Sie: "Ich bin wütend" statt "Ich bin genervt")
  • Ganz allgemein: Versuchen Sie möglichst passende Beschreibungen für Ihre Gefühle zu finden, die auch die feinen Unterschiede und Nuancen abbilden und Ihren bisherigen Wortschatz über Gefühlszustände bereichert. ("Es ist schmerzhaft für mich, dass sie nun fort ist und ich sie nicht mehr wiedersehen werde. Ich vermisse sie" statt "Ich bin traurig“)

Ihren Antworten nach können Sie Ihre Gefühle sehr gut ausdrücken und artikulieren. Dadurch ist es wahrscheinlicher, dass Sie sich selbst und auch andere Ihre Gefühle verstehen. Um noch mehr zu üben, können diese Tipps helfen:

  • Verwenden Sie Personalpronomen in der 1. Person ("Ich werde traurig" / „Mir geht es ...“) wenn Sie über sich selbst sprechen statt allgemeinen Aussagen ("man langweilt sich").
  • Verwenden Sie möglichst konkrete Worte, um emotionale Erfahrungen zu beschreiben statt vage Beschreibungen. ("Ich fühle mich unsicher" anstelle von "es fühlt sich komisch an")
  • Versuchen Sie Ihre Emotionen klar zu benennen und nicht herunterzuspielen (wenn Sie wütend sind sagen Sie: "Ich bin wütend" statt "Ich bin genervt")
  • Ganz allgemein: Versuchen Sie möglichst passende Beschreibungen für Ihre Gefühle zu finden, die auch die feinen Unterschiede und Nuancen abbilden und Ihren bisherigen Wortschatz über Gefühlszustände bereichert. ("Es ist schmerzhaft für mich, dass sie nun fort ist und ich sie nicht mehr wiedersehen werde. Ich vermisse sie" statt "Ich bin traurig“)

 

Sie neigen dazu, über Ihre Gefühle zu sprechen und nicht mit ihnen. Das bedeutet, dass Sie vielleicht darüber sprechen wie Sie sich fühlen, ohne jedoch eine emotionale Aktivierung oder Färbung in Ihrer Stimme oder auch (Körper-)Sprache zu zeigen. Es kann zu Missverständnissen oder Irritationen führen, wenn Sie anderen mitteilen möchten,, was Sie gerade fühlen, ohne das eigentliche Gefühl in dem Moment zu zeigen. Wenn Ihnen zum Beispiel etwas sehr leid tut, aber Sie zeigen es nicht während Sie es sagen, könnten andere Ihnen vielleicht nicht glauben. Wenn Sie hier weiter üben möchten, gehen Sie zu "Was fühle ich?" in der Übungsbibliothek und üben Sie laut zu sagen, wie Sie sich fühlen, während Sie auf Ihre Körpersignale achten.

Ihren Antworten nach erleben Sie große Schwierigkeiten, Ihre Gefühle zu zeigen und auszudrücken. Sie neigen vielleicht dazu, Ihre Gefühle vor anderen verbergen zu wollen und möchten bevorzugt mit Problemen alleine fertig werden. Sie fühlen sich in Situationen eventuell unwohl, wenn Sie körperliche Empfindungen oder aufkommende Emotionen spüren (z.B. beschämt, wenn Sie Angst oder Wut spüren). Das muss nicht problematisch sein - es ist Ihre Entscheidung, was Sie anderen Menschen von sich zeigen möchten. Menschen unterscheiden sich sehr darin, wie wohl sie sich fühlen, wenn es darum geht das eigene Erleben mitzuteilen. Es könnte jedoch problematisch für Sie werden, wenn Sie sich verletzt fühlen oder unter schmerzhaften Emotionen leiden und damit allein bleiben. Denn so können Sie in diesen Situationen keinerlei Unterstützung, Sicherheit, Bestätigung oder Fürsorge von anderen erfahren. Mit anderen Worten: Sobald Sie spüren, dass Ihr persönliches und emotionales Wohlbefinden gefährdet ist, Sie schon zu lange und allein mit belastenden emotionalen Schmerz unterwegs sind, ist hier eine Veränderung angebracht, um weiterführenden Auswirkungen wie z.B. der Entwicklung von psychischen Erkrankungen entgegenzuwirken.

Mehr Emotionen zu zeigen ist keine leichte Aufgabe, aber hier sind einige Tipps für den Weg dorthin:

  • Versuchen Sie jemanden zu finden, dem Sie wirklich vertrauen und mit dem Sie gut reden können. Wählen Sie eine verständnisvolle und einfühlsame Person aus, von der Sie den Eindruck haben, dass sie Sie nicht gleich bitten wird, sich einfach wieder zusammenzureißen oder anders über Ihre Situation zu denken.
  • Wenn Sie mit jemandem über Ihre Gefühle sprechen wollen, versuchen Sie damit zu beginnen, etwas in dieser Art zu sagen: "Da gibt es etwas, über das ich mit Dir sprechen möchte. Ich fühle mich nicht so gut". Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie emotional werden oder weinen müssen, ist das in Ordnung. Versuchen Sie es zuzulassen, darum geht es.
  • Während Sie sprechen, versuchen Sie genaue Worte dafür zu verwenden, wie Sie sich fühlen, und versuchen Sie, Ihre Gefühle in Ihrer Stimme oder Ihrem Gesicht zu zeigen. Es ist auch in Ordnung zu sagen: "Ich weiß eigentlich noch nicht genau, was ich fühle. Ich glaube, Deine Unterstützung würde mir sehr helfen, es für mich herauszufinden."
  • Wenn es Ihnen schwer fällt Ihre Gefühle anderen gegenüber auszudrücken, können Sie zunächst üben, sich Ihren Gefühlen mit mehr Mitgefühl und Verständnis zuzuwenden. Das können Sie zum Beispiel tun, indem Sie über Selbstmitgefühl lesen.
  • Sie können eine Schreibübung machen, bei der Sie sich selbst (oder an jemanden anderen) einen Brief schreiben, und versuchen, darin Ihre Gefühle zu beschreiben.
  • Wenn Sie wollen, können Sie eine Visualisierungsübung machen. Stellen Sie sich vor, die Person, mit der Sie sprechen möchten, säße direkt vor Ihnen. Sagen Sie der Person was Sie fühlen und wie es für Sie ist. Wenn Sie wollen, können Sie auch in die Position des anderen wechseln, um zu erfahren, wie es sich anfühlt das von Ihnen zu hören und was die Person Ihnen antworten würden.
  • Wenn Sie etwas Schwieriges mit jemandem besprechen wollen, von dem Sie sich verletzt fühlen, z.B. ein Elternteil, können Sie die Übung "Schwierige Beziehungsgestaltung mit wichtigen Bezugspersonen" in der Übungsbibliothek machen.

Ihren Antworten nach erleben Sie das Zeigen und Ausdrücken von Gefühlen wie die meisten Menschen - manchmal ist es schwer, manchmal einfacher. Das bedeutet, wenn Sie Unterstützung wirklich brauchen, sind Sie in der Lage um Hilfe zu bitten und sich anzuvertrauen. Sie fühlen sich vielleicht nicht unbedingt so wohl dabei. Wenn Sie sich gut dabei fühlen, ist das großartig. Wenn es sich so anfühlt, als müssten Sie mit vielen Verletzungen oder schmerzhaften Emotionen zunächst allein zurechtkommen, könnte es für Sie von Vorteil sein, daran zu arbeiten, um Hilfe zu bitten. Denken Sie daran, dass schmerzhafte Emotionen Ausdruck unerfüllter emotionaler Bedürfnisse sind wie z.B. Unterstützung, Trost, Sicherheit. Hier sind einige Tipps, wie Sie für sich weiterkommen können, wenn Sie möchten:

  • Versuchen Sie jemanden zu finden, dem Sie wirklich vertrauen und mit dem Sie gut reden können. Wählen Sie eine verständnisvolle und einfühlsame Person aus, von der Sie den Eindruck haben, dass sie Sie nicht gleich bitten wird sich einfach wieder zusammenzureißen oder anders über Ihre Situation zu denken.
  • Wenn Sie mit jemandem über Ihre Gefühle sprechen möchten, versuchen Sie damit zu beginnen: "Da gibt es etwas, über das ich gern mit Dir sprechen möchte. Ich fühle mich nicht so gut". Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie emotional werden oder weinen müssen, ist das in Ordnung. Versuchen Sie es zuzulassen, genau darum geht es.
  • Während Sie sprechen, versuchen Sie genaue Worte dafür zu verwenden wie Sie sich fühlen, und versuchen Sie, Ihre Empfindungen auch in Ihrer Stimme und Ihrem Gesicht zuzulassen. Es ist auch in Ordnung zu sagen: "Ich weiß eigentlich noch nicht genau, was ich fühle. Deine Unterstützung würde mir wahrscheinlich sehr weiterhelfen, es für mich herauszufinden."
  • Wenn es Ihnen schwer fällt Ihre Gefühle anderen gegenüber auszudrücken, können Sie zunächst üben, sich Ihren Gefühlen mit mehr Mitgefühl und Verständnis zuzuwenden. Das können Sie zum Beispiel tun, indem Sie über Selbstmitgefühl lesen.
  • Sie können eine Schreibübung machen, bei der Sie sich selbst (oder an jemanden anderen) einen Brief schreiben in dem Sie versuchen Ihre Gefühle näher zu beschreiben.
  • Wenn Sie wollen, können Sie eine Visualisierungsübung machen. Stellen Sie sich vor, die Person, mit der Sie sprechen möchten, säße direkt vor Ihnen. Sagen Sie der Person was Sie fühlen und wie es für Sie ist. Wenn Sie wollen, können Sie auch in die Position des anderen wechseln, um zu erfahren, wie es sich anfühlt das von Ihnen zu hören und was die Person Ihnen antworten würden.
  • Wenn Sie etwas Schwieriges mit jemandem besprechen wollen, von dem Sie sich verletzt fühlen, z.B. ein Elternteil, können Sie die Übung "Schwierige Beziehungsgestaltung mit wichtigen Bezugspersonen" in der Übungsbibliothek machen.

Ihren Antworten nach können Sie Ihre Gefühle recht gut zeigen und ausdrücken und fühlen sich wohl damit. Achten Sie weiterhin darauf, den richtigen Ort, die richtige Zeit und die richtigen Leute zu wählen, mit denen Sie sprechen wollen.

Sie neigen eindeutig dazu, Ihre Gefühle zu verbergen oder zu verstecken, wenn Sie sich verletzt fühlen. Dies kann ein Hinweis darauf sein, dass Sie sich selbst für Ihre erlebten Gefühle ablehnen oder schämen. Sie werden so eher Scham als ein sekundäres Gefühl empfinden anstelle anderer verletzlichere primäre Gefühle. Das ist besonders dann häufig der Fall, wenn Sie in der Vergangenheit für das Zeigen von Gefühlen bestraft oder kritisiert wurden oder in einer Familie aufgewachsen sind, in der verletzte Gefühle nicht akzeptiert wurden. Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten oder gezielt Übungen suchen, schauen Sie in die Übungsbibliothek: primäre und sekundäre Gefühle, "Emotional belastende Erinnerungen erkunden" oder "Schwierige Beziehungsgestaltung mit wichtigen Bezugspersonen".