18. August 2018

Mein Erziehungsstil und die Interaktion mit meinem Kind

Mein Erziehungsstil und die Interaktion mit meinem Kind

Menschen verändern sich im Laufe der Zeit und die Art und Weise, wie wir sind, wird immer von dem beeinflusst, was um uns herum geschieht. Gleichzeitig haben wir auch Seiten, die etwas stabiler und dauerhafter sind. Dies kann als Eigenschaften, Persönlichkeit, Temperament oder Charakter bezeichnet werden. Wenn es um Emotionen geht, kann man sagen, dass jeder Mensch einen typischen emotionalen Stil hat, der mehr oder weniger stabil ist. Sie können z.B. jemand sein, die eher wenig Emotionen zeigt oder jemand, der sehr viel Emotionen ausdrückt. Hier können Sie Ihren emotionalen Stil erkunden.

Wenn es um die Beziehungsgestaltung zwischen Ihnen und Ihrem Kind geht, ist es möglich Ihre Interaktionen anhand eines simplifizierten Modells zu explorieren. Wir werden Ihnen hier Hilfestellung dabei geben. Dies kann zum einen dabei hilfreich sein, Ihre Interaktionen im Allgemeinen besser zu verstehen, zum anderen, warum es Ihnen grundsätzlich schwer fällt Grenzen zu setzen. Bitte identifizieren Sie zunächst Ihren emotionalen Stil und den Ihres Kindes. Wir werden Ihnen im nächsten Schritt die typischen Stärken, aber auch Herausforderungen vorstellen, die mit der Interaktion zwischen den beiden für Sie typischen Stile einhergehen.

Im Folgenden werden Ihnen drei verschiedene emotionale Stile vorgestellt, die einen Erziehungsstil kennzeichnen können. Natürlich wechseln die Stile in unterschiedlichen Situationen, niemand verhält sich immer gleich. Versuchen Sie, den Stil zu finden, der Ihnen am ehesten entspricht und zu dem Sie in besonders schwierigen Situationen neigen.

Der Strauß steckt gern seinen Kopf in den Sand, wenn es (zu) emotional wird. Wenn Sie sich hiermit identifizieren können, dann neigen Sie dazu, den Emotionen generell wenig Aufmerksamkeit zu schenken - weder Ihren eigenen noch denen Ihrer Kinder. Anstatt auf Emotionen besonders zu achten, sind Sie jemand, der bevorzugt praktische Probleme löst und sicherstellt, dass Dinge erledigt werden. Wenn Ihre Kinder schwierige Gefühlen erleben, versuchen Sie, direkt eine Lösung zu finden, anstatt sich mit dem aufkommenden Gefühl zu beschäftigen. Dies bedeutet, dass Sie womöglich nur wenig Bezug zu den Gefühlen haben, die Sie bei sich selbst und Ihren Kindern wahrnehmen. Vielleicht werden Sie auch genervt, wenn die Emotionen nicht verschwinden, obwohl Sie den Eindruck haben, das Problem bereits gelöst zu haben. Es fällt Ihnen wahrscheinlich nicht schwer Grenzen zu setzen, Sie werden aber vielleicht etwas unflexibel, wenn die Grenzsetzung nicht zu dem führt, was Sie eigentlich damit angestrebt haben. Im besten Fall bewahren Sie einen kühlen Kopf und sehen in der Situation das Gesamtbild.

Eine Qualle ist sehr weich und passt sich in ihrer Form immer der Umgebung an. Wenn Sie sich hiermit identifizieren können, dann erhalten alle Emotionen immer Ihre ganze Aufmerksamkeit. Gefühle haben wahrscheinlich eine ausgesprochen große Bedeutung in Ihrem Leben, auch wenn das vielleicht nicht immer eine gute Idee ist. Es fällt Ihnen möglicherweise schwer Emotionen nicht auszudrücken, selbst wenn Sie diese eigentlich lieber nicht zeigen möchten. Wenn Ihr Kind etwas Schwieriges erlebt, geraten Sie unmittelbar in Stress. Sie versuchen dann alles, damit sich Ihr Kind wieder besser fühlt, fast noch bevor dieses überhaupt selbst wahrnehmen kann, dass es sich schlecht fühlt. Sie sprechen viel über Ihre eigenen Gefühle und die Ihres Kindes. Sie setzen möglicherweise eine Vielzahl von Grenzen, wenn Ihr Kind jedoch darauf emotional reagiert, dann neigen Sie dazu nachzugeben. Sie greifen gelegentlich ein, bevor Ihr Kind die eigenen Gefühlen und Konflikte selbst wahrgenommen und sortiert hat. Die größte Schwierigkeit bei diesem Stil besteht darin, es als Elternteil zu schaffen dem Kind den Raum zu geben, die eigenen Gefühle und Konflikte selbst wahrzunehmen und daran zu wachsen. Im besten Fall sind Sie besonders gut darin, Ihren Kindern zu helfen, die Gefühle zu erleben, die sie haben.

Niemand ist immer ein Bernhardiner, aber dies ist der Stil, der dann vorhanden ist, wenn Sie sich mit sich selbst und anderen wohlfühlen. Sie sind sicher und ruhig und helfen, wenn es notwendig ist. Wenn Sie diesen Stil haben, bleiben Sie ruhig, wenn die Kinder etwas Schwieriges erleben. Statt aufzuspringen und etwas zu tun, betrachten Sie die Situation und identifizieren die Bedürfnisse der Kinder in der Situation. Sie können klare Grenzen setzen, sind aber auch flexibel bei der Suche nach Lösungen, wenn die Grenzen heftige Reaktionen hervorrufen. Wenn Sie sich am ehesten mit diesem Stil identifizieren, haben Sie wahrscheinlich eine gute Fähigkeit, sich an auftretende Situationen anzupassen, möglicherweise fehlt Ihnen jedoch ein tieferes Verständnis dafür, dass andere eben nicht so funktionieren. Bevor Sie sich für diesen Stil entscheiden, fragen Sie sich, wer Sie typischerweise dann werden, wenn es komplizierter/verzwickter wird, Strauß oder Qualle? Wenn Sie der Meinung sind, dass Sie in solchen Situationen eher zu einem dieser beiden Stile tendieren, empfehlen wir, sich für diesen Stil zu entscheiden.

Wenn Sie mehrere Kinder haben, empfehlen wir, jeweils mit einem der Kinder zu arbeiten. Vermutlich haben Sie, wenn Sie mehrere Kinder haben, einen etwas anderen Umgang mit jedem Ihrer Kinder.

Denken Sie daran, dass dies nicht als absolute Beschreibung Ihrer Kinder gedacht ist. Kinder entwickeln sich auch ständig weiter, und ihr emotionaler Stil kann und wird sich ändern. Seien Sie auch offen für die Tatsache, dass die Art und Weise, wie Sie Ihrem Kind begegnen, die Ausdrucksweise des Kindes beeinflusst.

Haben Sie ein Kind, das nicht viel Gefühl zeigt? Müssen Sie oft tief graben, um herauszufinden, wie es ihm geht? Dann haben Sie ein Straußenkind. Straußenkinder wirken oft ruhig und nachdenklich. Sie benötigen Ihrerseits eine besonders sensible Wahrnehmung der auftauchenden Emotionen sowie einen Sicherheit gebenden und respektvollen Umgang der ihnen hilft, ihre Gefühle in Worte zu fassen und deren Bedeutung zu verstehen. Das Wichtigste, was Sie für diese Kinder tun können, ist ihnen zu helfen, auf ihre Gefühle zu achten. Vielleicht passen sie sich bereitwillig an Grenzen an, bedenken Sie aber, dass sie es zwar tun, sich dabei aber vielleicht völlig unverstanden fühlen. Sie brauchen möglicherweise mehr Hilfe als sie äußern.

Haben Sie ein Kind, das all seine Gefühle auf der Zunge trägt? Haben Sie die Erfahrung gemacht, dass kleine Situationen zu dramatischen Gefühlsausbrüchen führen können? Dann haben Sie vielleicht ein Quallenkind. Quallenkinder sind oft lebhafte und interessante Kinder. Wenn Sie intensive Gefühle haben, brauchen ein ruhiges Gegenüber. Wichtig ist zudem, einem Quallenkind zu vermitteln, dass seine Gefühle Sie als Eltern nicht stören. Das Wichtigste, was Sie für Quallenkinder tun können, ist, ihnen auf eine ruhige Weise dabei zu helfen, mit starken Emotionen umzugehen und es ihnen zu ermöglichen, mitzuteilen, was sie sich wünschen. Sie können heftig auf Grenzen reagieren und Eltern können daher etwas zögern oder Angst haben, Quallenkindern Grenzen zu setzen.

Ebenso wie bei Eltern, gibt es auch keine Kinder, die immer Bernhardiner-Kinder sind. Wenn Ihr Kind am ehesten diesen Stil hat, dann ist es ziemlich ruhig, kann aber auch ausdrücken, wie es sich innen drin fühlt. Gleichzeitig ist Ihr Kind fürsorglich und kann seine eigenen Bedürfnisse für kürzere Zeiträume gut zurückstellen. Wie alle anderen brauchen die Bernhardiner-Kinder es, dass Sie zur Verfügung stehen, wenn sie darum bitten, und Sie ihnen den Raum geben, Dinge selbst zu bewältigen. Normalerweise sagen sie, was sie brauchen, können aber auch dazu neigen, ihre eigenen Bedürfnisse etwas zu schnell zurückzustellen. Wie alle Kinder müssen sie dabei unterstützt werden, sich selbst und ihre Bedürfnisse zu verstehen. Diese Kinder sagen für gewöhnlich, wenn sie mit Grenzen nicht einverstanden sind, und gleichzeitig halten Sie sich daran, wenn Sie konsequent bleiben.

 

Wenn Sie zwei Strauße sind, kann Ihr Umgang dadurch gekennzeichnet sein, dass Gefühle in Ihrer Interaktion nicht so sichtbar sind. Womöglich ist es zwischen Ihnen nicht so hitzig, aber unter der Oberfläche passiert möglicherweise dennoch viel. Die größte Herausforderung besteht darin, dass in schwierigen Situationen, Gefühle und unerfüllte Bedürfnisse nicht in Worte gefasst werden. Beispielsweise können Sie kurze Streitigkeiten haben, die gefolgt werden von Schweigen oder einem raschen Themawechsel. Im schlimmsten Fall bleibt das Kind ohne Hilfe bei der Bewältigung eigenen inneren Erlebens zurück. Bei etwas älteren Kindern kann es zu einer Kluft zwischen Ihnen und Ihrem Kind führen, einhergehend mit einem Vertrauensverlust, dass Ihr Kind Hilfe und Unterstützung bekommt, wenn es schwierige Situationen zu bewältigen hat.

 

Tipp: Schauen Sie, ob Sie das Emotionstraining nutzen können, um zu erfassen, was Ihrer Meinung nach unter der Oberfläche in Ihrem Kind vorgehen könnte. Wenn Sie Schwierigkeiten haben, Ihre eigenen Gefühle zu verstehen, können Sie andere Übungen auf dieser Seite verwenden, wie z.B. Focussing (Wie fühle ich mich jetzt gerade?) oder emotionale Erinnerungen erkunden. Wenn Sie sich dazu entschieden haben etwas zu verändern und dies dem Kind signalisieren möchten, können Sie darüber mit dem Kind darüber sprechen und sich vielleicht auch dafür entschuldigen, dass Sie bisher nicht gut damit umgegangen sind. Hier können Sie nachlesen, wie Sie sich auf eine gute Art und Weise entschuldigen können.

 Wenn Sie ein Straußenelternteil sind und ein Quallenkind haben, welches viele Emotionen hat und zeigt, könnte es sein, dass Ihrem Kind der Eindruck vermittelt wird, dass seine Gefühle nicht so wichtig oder sogar unverständlich sind. Möglicherweise empfinden Sie Ihr Kind als zu irrational, und Sie sind möglicherweise beunruhigt oder verärgert über all die Emotionen. Es besteht die Gefahr, dass Sie Grenzen setzen, die für ein sehr gefühlvolles Kind zu starr sind. Quallenkinder brauchen viel Unterstützung, um ihre Gefühle zu verstehen, und dies kann für Sie eine Herausforderung sein. Im schlimmsten Fall fühlt sich Ihr Kind kritisiert oder beschämt für seine Gefühle oder es bekommt zu wenig Hilfe beim Erleben von und im Umgang mit seinen intensiven Gefühle.

Tipp: Schauen Sie, ob Sie das Emotionstraining nutzen können, um zu erfassen, was Ihrer Meinung nach unter der Oberfläche in Ihrem Kind vorgehen könnte. Wenn Sie Schwierigkeiten haben, Ihre eigenen Gefühle zu verstehen, können Sie andere Übungen auf dieser Seite verwenden, wie z.B. Focussing (wie fühle ich mich jetzt gerade?) oder emotionale Erinnerungen erkunden. Wenn Sie sich dazu entschieden haben etwas zu verändern und dies dem Kind signalisieren möchten, können Sie darüber mit dem Kind darüber sprechen und sich vielleicht auch dafür entschuldigen, dass Sie bisher nicht gut damit umgegangen sind. Hier können Sie nachlesen, wie Sie sich auf eine gute Art und Weise entschuldigen können.

Wenn Sie ein Straußenelternteil sind und Ihr Kind ein Bernhardiner-Kind ist, kann man davon ausgehen, dass sich Ihr Kind an Sie angepasst hat, indem es nicht so viel Gefühl zeigt. Das bedeutet nicht, dass etwas nicht stimmt, es kann jedoch sein, dass unter der Oberfläche Ihres Kindes immer noch mehr ist als das, was Sie zu sehen bekommen. Wenn Sie Grenzen setzen, wird Ihr Kind wahrscheinlich Ihre Grenzen einhalten, auch wenn es nicht versteht warum. Im schlimmsten Fall lernt Ihr Kind, dass Emotionen nicht so stark zum Ausdruck gebracht werden sollten und wird womöglich versuchen, vor allem selbstständig mit seinen Emotionen umzugehen. Im besten Fall hat Ihr Kind die Möglichkeit eine Wahl zu treffen, wann, wo und wie es Emotionen zum Ausdruck bringt und trifft auf ein Gegenüber, mit dem es über seine Gefühle sprechen kann.

Tipp: Schauen Sie, ob Sie das Emotionstraining nutzen können, um zu erfassen, was Ihrer Meinung nach unter der Oberfläche in Ihrem Kind vorgehen könnte. Wenn Sie Schwierigkeiten haben, Ihre eigenen Gefühle zu verstehen, können Sie andere Übungen auf dieser Seite verwenden, wie z.B. Focussing (wie fühle ich mich jetzt gerade?) oder emotionale Erinnerungen erkunden. Wenn Sie sich dazu entschieden haben etwas zu verändern und dies dem Kind signalisieren möchten, können Sie darüber mit dem Kind darüber sprechen und sich vielleicht auch dafür entschuldigen, dass Sie bisher nicht gut damit umgegangen sind. Hier können Sie nachlesen, wie Sie sich auf eine gute Art und Weise entschuldigen können.

Wenn Sie mehrere Kinder haben, empfehlen wir, jeweils mit einem der Kinder zu arbeiten. Vermutlich haben Sie, wenn Sie mehrere Kinder haben, einen etwas anderen Umgang mit jedem Ihrer Kinder.

Denken Sie daran, dass dies nicht als absolute Beschreibung Ihrer Kinder gedacht ist. Kinder entwickeln sich auch ständig weiter und ihr emotionaler Stil kann und wird sich ändern. Seien Sie auch offen für die Tatsache, dass die Art und Weise, wie Sie Ihrem Kind begegnen, die Ausdrucksweise des Kindes beeinflusst..

Haben Sie ein Kind, das nicht viel Gefühl zeigt? Müssen Sie oft tief graben, um herauszufinden, wie es ihm geht? Dann haben Sie ein Straußenkind. Straußenkinder wirken oft ruhig und nachdenklich. Sie benötigen Ihrerseits eine besonders sensible Wahrnehmung der auftauchenden Emotionen sowie einen Sicherheit gebenden und respektvollen Umgang der ihnen hilft, ihre Gefühle in Worte zu fassen und deren Bedeutung zu verstehen. Das Wichtigste, was Sie für diese Kinder tun können, ist ihnen zu helfen, auf ihre Gefühle zu achten. Vielleicht passen sie sich bereitwillig an Grenzen an, bedenken Sie aber, dass sie es zwar tun, sich dabei aber vielleicht völlig unverstanden fühlen. Sie brauchen möglicherweise mehr Hilfe als sie äußern.

Haben Sie ein Kind, das all seine Gefühle auf der Zunge trägt? Haben Sie die Erfahrung gemacht, dass kleine Situationen zu dramatischen Gefühlsausbrüchen führen können? Dann haben Sie vielleicht ein Quallenkind. Quallenkinder sind oft lebhafte und interessante Kinder. Wenn Sie intensive Gefühle haben, brauchen ein ruhiges Gegenüber. Wichtig ist zudem, einem Quallenkind zu vermitteln, dass seine Gefühle Sie als Eltern nicht stören. Das Wichtigste, was Sie für Quallenkinder tun können, ist, ihnen auf eine ruhige Weise dabei zu helfen, mit starken Emotionen umzugehen und es ihnen zu ermöglichen, mitzuteilen, was sie sich wünschen. Sie können heftig auf Grenzen reagieren und Eltern können daher etwas zögern oder Angst haben, Quallenkindern Grenzen zu setzen.

Ebenso wie bei Eltern, gibt es auch keine Kinder, die immer Bernhardiner-Kinder sind. Wenn Ihr Kind am ehesten diesen Stil hat, dann ist es ziemlich ruhig, kann aber auch ausdrücken, wie es sich innen drin fühlt. Gleichzeitig ist Ihr Kind fürsorglich und kann seine eigenen Bedürfnisse für kürzere Zeiträume gut zurückstellen. Wie alle anderen brauchen die Bernhardiner-Kinder es, dass Sie zur Verfügung stehen, wenn sie darum bitten, und Sie ihnen den Raum geben, Dinge selbst zu bewältigen. Normalerweise sagen sie, was sie brauchen, können aber auch dazu neigen, ihre eigenen Bedürfnisse etwas zu schnell zurückzustellen. Wie alle Kinder müssen sie dabei unterstützt werden, sich selbst und ihre Bedürfnisse zu verstehen. Diese Kinder sagen für gewöhnlich, wenn sie mit Grenzen nicht einverstanden sind, und gleichzeitig halten Sie sich daran, wenn Sie konsequent bleiben.

Wenn Sie jemand sind, der viele Emotionen zeigt und möglicherweise Schwierigkeiten hat, sich zurückzuhalten, selbst wenn Sie es wirklich wollen, dann könnte Ihr Straußenkind mit so vielen Emotionen ein wenig überfordert sein. Manche Kinder werden leichter von den Gefühlen ihrer Eltern überwältigt oder haben Angst davor und Sie sollten sich dessen bewusst sein. Manche Qualleneltern sind etwas unklar und uneinheitlich, wenn sie Grenzen setzen. Zum Beispiel variiert das Setzen von Grenzen von sehr hart bis hin zu fliessend und nachgiebig. Bei Straußenkindern kann das schlimmstenfalls dazu führen, dass sie lernen, Grenzen etwas zu gut zu umgehen. Im schlimmsten Fall kann das Straußenkind seinen Kopf noch weiter in den Sand stecken und sich mit viel Mühe vor Gefühlen schützen, die es nicht versteht. Bestenfalls bringen Sie Ihrem Kind bei, dass Menschen verschieden sind und dass Emotionen auch dann nicht gefährlich sind, wenn sie etwas intensiv sind.

Tipp: Ihr Kind braucht Hilfe, um seine eigenen Gefühle zu erkennen, und wird davon profitieren, wenn Sie mit Ihren Gefühlen so gut umgehen können, dass Sie in der Lage sind, sich mit den Gefühlen Ihres Kindes auseinanderzusetzen. Es kann für Sie von Vorteil sein, wenn Sie andere Übungen auf dieser Seite verwenden, um mit Ihren eigenen Emotionen umzugehen (Was brauche ich?). Außerdem können Sie sich darin üben, Ihrem Kind zu helfen mit seinen Gefühlen mit Emotionscoaching.

Bei zwei Quallen können es manchmal ein bisschen zu viele nicht verarbeitete Gefühle sein. Das ist nicht an sich schlecht, erfordert aber zumindest, dass Sie als Elternteil gut darin sind, die Verantwortung zu übernehmen, wenn sich der Staub gelegt hat. Es ist für Kinder schon schwierig genug mit starken Gefühle per se umzugehen. Wenn Kinder zusätzlich auch noch mit den starken Gefühlen der Eltern umgehen müssen, können sie verwirrt und ängstlich werden. Zugleich können sich im besten Fall zwei Quallen gegenseitig verstehen und akzeptieren für Ihre starke Gefühle. Qualleneltern können manchmal nachgiebig oder inkonsistent mit Grenzen sein, was für Quallenkinder verwirrend sein kann. Vielleicht sollten Sie sich mit Ihrem Partner verbünden und versuchen, sich auf einige wichtige Regeln zu einigen, die für das Kind klar sind. Im besten Fall beinhaltet diese Kombination sehr viel Wärme und Lebendigkeit. Im schlimmsten Fall geraten zwei Quallen in einen Teufelskreis, in dem die starken Gefühle des einen, die starken Gefühle des anderen noch schwerer handhabbar machen. Wenn ja, denken Sie daran, wer verantwortlich ist, und suchen Sie Hilfe und Unterstützung!

Tipp: Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihre Beziehung zu emotional ist, probieren Sie einige der anderen Übungen auf dieser Seite aus, um mit Ihren eigenen Emotionen umzugehen (Was brauche ich?) oder üben Sie, wie Sie Ihrem Kind durch Emotionstraining helfen können. Seien Sie sich insbesondere eines Bedarfs zur Verbesserung bewusst, falls Dinge zuvor falsch gelaufen sind. Sie können dies üben, indem Sie darüber lesen, wie entschuldigt man sich.

Wenn Sie ein Elternteil sind, der viele Gefühle zeigt und Sie damit Schweirigkeiten haben, zu entscheiden, welche Gefühle Sie zeigen sollen und welche nicht, kann dies eine Ressource für ein Bernhardinerkind sein. Ihr Kind wird sehen, dass Gefühle ein wichtiger Teil des Lebens sind. Gleichzeitig können sich Bernhardinerkinder manchmal etwas zu sehr anpassen. Haben diese Kinder Quallen als Eltern, zeigen sie womöglich wenig eigene Gefühlen, weil sie meinen, dass für ihre Gefühle keinen Raum bleibt. Das Wichtigste ist, mit Ihrem Kind über Gefühle zu sprechen und vor allem darauf zu achten, dass Sie tatsächlich verstehen, was in Ihrem Kind vorgeht. Wenn es darum geht, Grenzen zu setzen, haben Sie möglicherweise ein Kind, das weitgehend auf das hört, was Sie sagen. Seien Sie sich bewusst, dass es für Ihr Kind notwendig ist, auch Unzufriedenheit mit den Regeln und Grenzen zum Ausdruck bringen zu dürfen. Im schlimmsten Fall könnte sich Ihr Kind zu stark anpassen, um Ihre Gefühle zu beruhigen. Bestenfalls entwickelt Ihr Kind eine natürliche Beziehung zu Emotionen, die in ihrem Ausdruck etwas stärker sind.

Tipp: Obwohl Ihr Kind gut angepasst zu sein scheint, kann es besonders hilfreich sein, Ihrem dabei Kind zu helfen, seine eigenen Gefühle im Umgang mit Ihren Gefühlen zu verstehen. Sie können unter Emotionstraining mehr darüber erfahren. Darüber hinaus ist es hilfreich, wenn Sie die Verantwortung für Ihre auftretenden Gefühle übernehmen und, wenn nötig, dies mithilfe einer Entschuldigung zum Ausdruck bringen. 

Wenn Sie mehrere Kinder haben, empfehlen wir, jeweils mit einem der Kinder zu arbeiten. Vermutlich haben Sie, wenn Sie mehrere Kinder haben, einen etwas anderen Umgang mit jedem Ihrer Kinder.

Denken Sie daran, dass dies nicht als absolute Beschreibung Ihrer Kinder gedacht ist. Kinder entwickeln sich auch ständig weiter, und ihr emotionaler Stil kann und wird sich ändern. Seien Sie auch offen für die Tatsache, dass die Art und Weise, wie Sie Ihrem Kind begegnen, die Ausdrucksweise des Kindes beeinflusst.

Haben Sie ein Kind, das nicht viel Gefühl zeigt? Müssen Sie oft tief graben, um herauszufinden, wie es ihm geht? Dann haben Sie ein Straußenkind. Straußenkinder wirken oft ruhig und nachdenklich. Sie benötigen Ihrerseits eine besonders sensible Wahrnehmung der auftauchenden Emotionen sowie einen Sicherheit gebenden und respektvollen Umgang der ihnen hilft, ihre Gefühle in Worte zu fassen und deren Bedeutung zu verstehen. Das Wichtigste, was Sie für diese Kinder tun können, ist ihnen zu helfen, auf ihre Gefühle zu achten. Vielleicht passen sie sich bereitwillig an Grenzen an, bedenken Sie aber, dass sie es zwar tun, sich dabei aber vielleicht völlig unverstanden fühlen. Sie brauchen möglicherweise mehr Hilfe als sie äußern.

Haben Sie ein Kind, das all seine Gefühle auf der Zunge trägt? Haben Sie die Erfahrung gemacht, dass kleine Situationen zu dramatischen Gefühlsausbrüchen führen können? Dann haben Sie vielleicht ein Quallenkind. Quallenkinder sind oft lebhafte und interessante Kinder. Wenn Sie intensive Gefühle haben, brauchen ein ruhiges Gegenüber. Wichtig ist zudem, einem Quallenkind zu vermitteln, dass seine Gefühle Sie als Eltern nicht stören. Das Wichtigste, was Sie für Quallenkinder tun können, ist, ihnen auf eine ruhige Weise dabei zu helfen, mit starken Emotionen umzugehen und es ihnen zu ermöglichen, mitzuteilen, was sie sich wünschen. Sie können heftig auf Grenzen reagieren und Eltern können daher etwas zögern oder Angst haben, Quallenkindern Grenzen zu setzen.

Ebenso wie bei Eltern, gibt es auch keine Kinder, die immer Bernhardiner-Kinder sind. Wenn Ihr Kind am ehesten diesen Stil hat, dann ist es ziemlich ruhig, kann aber auch ausdrücken, wie es sich innen drin fühlt. Gleichzeitig ist Ihr Kind fürsorglich und kann seine eigenen Bedürfnisse für kürzere Zeiträume gut zurückstellen. Wie alle anderen brauchen die Bernhardiner-Kinder es, dass Sie zur Verfügung stehen, wenn sie darum bitten, und Sie ihnen den Raum geben, Dinge selbst zu bewältigen. Normalerweise sagen sie, was sie brauchen, können aber auch dazu neigen, ihre eigenen Bedürfnisse etwas zu schnell zurückzustellen. Wie alle Kinder müssen sie dabei unterstützt werden, sich selbst und ihre Bedürfnisse zu verstehen. Diese Kinder sagen für gewöhnlich, wenn sie mit Grenzen nicht einverstanden sind, und gleichzeitig halten Sie sich daran, wenn Sie konsequent bleiben.

Wenn Sie ein Elternteil sind, das Emotionen zeigen kann, gleichzeitig jedoch in der Lage ist sich zurückzuhalten, wenn Sie sehen, dass dies das Beste für das Kind ist, sind Sie jetzt schon in der Lage, Ihrem Straußenkind sehr gut zu helfen. Strauße brauchen zusätzliche Hilfe, um sich ihrer Gefühle und den damit verbundenen emotionalen Bedürfnissen bewusst zu werden. Als Bernhardiner Elternteil haben Sie wahrscheinlich keine großen Probleme, Ihrem Kind Grenzen zu setzen, aber manchmal können Straußenkinder zu sehr nachgeben oder aber lernen, Grenzen zu umgehen. Am besten ist es, wenn sie lernen zu verstehen, warum Regeln aufgestellt werden und sie dann selbst die entsprechenden Grenzen einhalten können. Wenn Sie ein Bernhardiner Elternteil sind, können Sie Ihrem Straußenkind helfen zu akzeptieren, wer es ist, und im gleichen Zug zu lernen, den Kopf nicht zu sehr in den Sand zu stecken.

Tipp: Das Beste, was Sie für Ihr Kind tun können, ist, sich weiterhin auf Ihre elterliche Intuition zu verlassen, besonders neugierig auf das Gefühlsleben Ihres Straußes zu achten und Emotionstraining zu nutzen.

Wenn Sie sehen, dass dies das Beste für das Kind ist, sind Sie jetzt schon in der Lage, Ihrem Quallenkind sehr gut zu helfen. Quallen brauchen, wenn sie so viele Gefühle haben, ein ruhiges Gegenüber und sie benötigen es, dass Sie Akzeptanz zeigen dafür, dass sie sich fühlen wie sie sich fühlen. Sowohl kleine als auch größere Quallenkinder fühlen sich besser, wenn sie hören, dass das, was sie fühlen, nachvollziehbar ist. Quallenkinder können sehr stark auf das Setzen von Grenzen reagieren. Versuchen Sie also, im Umgang mit Ihrem Kind etwas kreativ zu sein, ohne dabei unklare Grenzen zu setzen. Quallenkinder brauchen klare Grenzen, damit sie sicher sind.

Tipp: Selbst wenn Sie ein Bernhardiner Elternteil sind, können Sie natürlich verzweifelt oder frustriert sein, wenn ihr Kind sehr viel fühlt. Nehmen Sie am besten ein paar zusätzliche Atemzüge, zeigen Sie Verständnis dafür, warum Sie so reagieren, wie Sie es tun und achten Sie dann auf die starken Gefühle des Kindes. Emotionstraining kann ein nützliches Instrument sein.

Wenn Sie und Ihr Kind ein Gefühlsleben führen, das sich durch Klarheit, aber auch Flexibilität auszeichnet, haben Sie möglicherweise nicht viele Herausforderungen in der Interaktion. Dennoch kann es hilfreich sein, sich zu fragen, wann es knifflig/verzwickt wird und ob Sie dann eher dazu neigen, den emotionalen Stil eines Straußes oder einer Qualle an den Tag zu legen. Wenn Sie sich darüber klar geworden sind, können Sie zum Anfang zurückgehen und mehr über die Herausforderungen lesen, die sich daraus typischerweise ergeben.

Tipp: Sie können nachlesen, was gute Grenzsetzung auszeichnet. Darüber hinaus gibt es auf dieser Website vielleicht andere Übungen, die für Sie nützlich sind. Versuchen Sie beispielsweise auf "Was brauche ich?" zu drücken. Ansonsten können Sie sich nur auf Ihre elterliche Intuition verlassen, die wahrscheinlich recht zuverlässig ist.